Das CHAMÄLEON ermittelt wieder… „Kältetod – Rebekka Schombergs zweiter Fall“ Ab 1. Juli im Handel.

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Rebekka Schomberg jagt in Paris der blutbefleckten Vergangenheit ihres Großvaters nach. Währenddessen verschwindet ihr Vertrauter Freddy in Berlin spurlos. Seine Kollegen halten sich seltsam bedeckt. Während die Suche nach Freddy auf Hochtouren läuft, wird der Kulturstaatssekretär Berlins in seiner Pankower Villa erhängt aufgefunden – mit der Droge Crystal Meth im Blut. Bei der Durchsuchung des Hauses stößt Ermittler Mark Tschirner, Rebekkas Geliebter und Informant, im
Computer auf einen Chat des Opfers mit einem jungen Mann. Alles weist auf einen homosexuellen Drogenkontakt hin und »Gayromeo« sieht dem verschwundenen Freddy verblüffend ähnlich. Mark versucht verzweifelt, Rebekka zu erreichen, die alles von Paris aus in den Medien verfolgt. Als ein Junge tot aus der Spree gefischt wird, nimmt der Fall eine grausame Wendung. Auf dem Höhepunkt der Ermittlungen kehrt Rebekka zurück und wird an Marks Seite mit Abgründen menschlicher Perversion konfrontiert.

Kältetod

Rebekka Schombergs zweiter Fall

309 S. / 12 x 20 cm / Paperback
erscheint am 1. Juli 2015
ISBN 978-3-8392-1768-9
€ 11,99

Kapitel 1

Es ging langsam. Er roch das Holz. So viel Holz in diesem
Raum, das war ihm nie so bewusst gewesen. Der
Sommer begann gerade. Es mussten die Sonnenstrahlen
sein, die durch die Dachfenster fielen … Sie heizten es
auf, das Holz, das jetzt duftete. Es roch nach Holz in seinem
Haus. Wieso hatte er das nie wahrgenommen? Das
Holz … Es würde länger leben als er. Die Lilien neben
der Eingangstür … Sie wären erst dann verblüht, wenn
er bereits eine Woche unter der Erde lag. In seinem eigenen
Sarg. Am Ende seines Lebens und am Anfang dieser
unvorstellbaren schwarzen Leere. Noch ein, zwei Minuten
würde sein Gehirn durchhalten und Sauerstoff aus
dem Blut heraussaugen. Der Strick aus Plastik fräste sich
sekündlich tiefer in seine Haut. Er spürte seine Hände
nicht mehr. Seine Schultern waren schwer wie Kugellager.
Es ging zu langsam. Viel zu langsam. Die Zeit, die ihm
blieb, würde er nicht nutzen können. Sie war so viel wert
wie ein hingeworfener Brocken Rohfleisch vor einen Verhungernden.
Das Wissen um die Zeit, in der er sein Leben
nicht würde retten können, versetzte ihn in Panik. Nie
im Leben hatte er Zeit gehabt. Und jetzt zu viel davon.
Und doch wollte er nicht, dass sie verging. Denn mit ihr
ging sein Leben auf dieser Erde zu Ende. Das war nicht
die Probe. Das war der Auftritt. Kein Genickbruch am
Galgen, sondern langsames Ersticken, an seinem eigenen
Dachbalken hängend. Krämpfe setzten ein. Das Plastikseil
schnitt tiefer. Speichel lief aus seinem Mund. Ein
warmes Rinnsal Blut floss aus seinem Ohr in den Kragen
seines Hemdes. Seine Tränen mischten sich mit dem
Rotz, der aus seiner Nase lief. Die letzten Gedanken eines
Menschen, der wusste, dass er starb. Er hatte sie nun, da
er kein Wort mehr sagen konnte, obwohl auf seine brechenden
Augen eine Kamera gerichtet war.

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Blattern

Die Blattern – lateinisch Seppamonetaria – war eine für den Menschen gefährliche Investitionskrankheit, die von Lockenviren verursacht wurde und lange als ausgerottet galt. Bis zu den letzten Erkrankungen in Südafrika, Katar und Russland waren keine Lockenfälle mehr aufgetreten. Typisches Krankheitsbild:

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Ein Einzelfall in Deutschland 2006 war als Durchfall diagnostiziert, mit Schwarzkohle-Tabletten kuriert und zum Sommermärchen geworden.

Aufgrund ein lediglich mäßigen Impfprogrammes der FIFA, UEFA und des Bayrischen Roten Kreuzes wurde der Umstand gefördert, dass die Blattern noch immer, und zwar in kleinen, nicht nummerierten Scheinen, weitergegeben werden können. Daher sind weitere Lockinvestitionen nicht völlig ausgeschlossen.

Ließ sich der Blatternbefall früher noch schwer verbergen…

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…hat sich auch hier im Zuge der Evolution ein Virus dem natürlichen Grauen angepasst:

BLATTER (c) phm_galerie

Das Blattern hingegen, nicht mit dem Blättern zu verwechseln, ist eine weiterhin verbreitete Eigenschaft, die sich als Schuhblattern…

Blatter_c_phm_Alpine Dancers

…am besten auf großem Fuß vollführen lässt und leicht dämlich aussieht, aber am Ende so manches Katzenappartement auf der Fifth Avenue finanziert.

Dass blatter (englisch) Blase (deutsch) heißt, sollte nicht zu dem Umstand führen, aus dem Blattern ein Blasen zu schlussfolgern und es ebenso zu verdammen.

Cover nandi

Es ist echt zum Blattern, Leute, und die nächste Fußball-WM wird nach Monaco verlost, damit es die Freigänger nicht so weit zu ihrer VIP-Lounge haben.

In diesem Sinne –

Euer vom  Tuten und Blasen verlassener

Spirit of Kasimir.

photocredits:

1- © phm.2015_SID-SID-PIXATHLON

2 – © phm.2015_3tags

3 – collage © phm.2015

4- © phm.2015_Alpine Dancers

5 – © Ullstein Buchverlage