South Africa – Timbavati Part 2: About Spiders and Fences

(For my quite clumsy English translation, please scroll down… Thank you.)

Viele Zäune, elektrisch hoch geladen, sind auf den Bildern zu sehen und umgeben mich hier den ganzen Tag. Um das Camp, in dem ich wohne, zu verlassen, muss ich ein Elektrotor passieren, und auch das nicht, ohne vorher den „Lion-check“ (den Löwentest) gemacht zu haben: Eine Antenne mit einem Funkgerät verbunden senkrecht in die Höhe halten und die Frequenz einstellen, die bei dem Löwen, in dessen Revier ich eindringe, im Halsband gespeichert ist.

qDSC_0001

Zeigt das Display an, dass der Löwe zu nah ist (lautes Piepen und mindestens vier Balken auf dem Display), kann ich den Jeep und damit das Camp nicht verlassen. Es ist egal, ob ich einen Arzttermin habe, einkaufen muss oder einen Flug erreichen – hier geben die Löwen den Zeitplan vor, nach dem ich mich zu richten habe. Und im Fall unseres Camps sind das Matzeng und seine Freundin Tswalu.

1486871_590386321040737_1302082796_n

(Alles hofft, dass die beiden nach einem intensiven One-Night-stand nun endlich Kinder kriegen. Matzeng ist wirklich bemüht um Tswalu, aber sie lässt ihn seitdem buchstäblich im Sommerregen stehen.)

Wir kleines Häuflein Menschen leben hier auf ihrem Territorium, dem Land der Weißen Löwen. Und die werden es so lange im Auge behalten, bis sie einen von uns haben und der Rest von selbst verschwindet… könnte man denken. Doch die Löwen hier wissen genau, wer sich auf diesen wenigen Quadratmetern ihres 1000-Hektar-Anwesens tummelt: Linda Tuckers und Jason Turners Team und Freunde. Und den ersten beiden haben es die sieben Löwen hier und die drei auf dem Nachbargelände zu verdanken, überhaupt wieder in ihren „Homelands“ angekommen zu sein.

Alles begann mit der Auswilderung von Marah

11_marah360x300-Lightroom-960x620-380x245

und ihren drei Kindern Zihra, Regeus und Letaba. Als Marah eines Nachts beim Ausgraben eines Warzenschweines aus seiner Höhle in eben jener Höhle verschüttet wurde und erstickte, drohte das gerade begonnene Projekt THE GLOBAL WHITE LION TRUST mit ihr zu sterben. Ihre drei Jungen waren noch zu unerfahren, um selbst zu jagen und ohne ihre Mutter klarzukommen. Linda und Jason folgten ihnen nun Tag und Nacht in ihrem Jeep und mit Funkgeräten, um das Kleeblatt zu orten. Sie mussten zuschauen, wie alle drei völlig abgemagert buchstäblich in den Seilen hingen… Bis zu jenem wundervollen Tag, an dem die Schwester der beiden Jungs, Zihra, die Rolle der Mutter übernahm und, wie bei Löwen üblich, so auch das nächtliche Jagen für sich und – vor allem – für die Jungs. Das Projekt war gerettet. Die Auswilderung der Weißen Löwen nahm ihren Lauf…

Aber es gibt noch andere Tiere hier… Darf ich vorstellen…

Der unheimliche Gunther!

sDSC_0014 sDSC_0021

In Afrika ist alles größer, und es lebt. Trittst du hier barfuß in irgendwas auf deiner Badematte, ist das kein Verschluss vom Conditioner, sondern etwas Lebendes. Und das hat meistens einen Stachel, weitaus mehr als vier Beine und reagiert giftig oder einfach nur sauer, wenn du drauf trittst. Ich – die jede Erkerspinne mit Feuerwehrnotruf und zehnfach versiegeltem Schraubglas nach draußen befördert, um sie in mindestens 10 km Entfernung wieder auszuwildern – ertappe mich dabei, den Geräten hier Namen zu geben und dabei herausfinden zu wollen, was wohl ihr Plan ist. Dieses Exemplar (Gunther, der Unheimliche) überraschte mich heute Nacht mit seinem Besuch an meinem Freiluftschreibtisch. Ich war nur mal kurz zum Händewaschen, schon hatte sich um meine Rotweinflasche und den Pfosten, der das Dach auf dem Haus hält, ein Faden gesponnen. Spinnenfäden daheim sind lästig, aber besiegbar. An denen hier kannst du dich aufhängen, wenn dich der Häuslebauer nicht vorher verspeist hat. Aber mein Glas war noch voll, ich musste die Flasche also nicht bewegen, und so verbrachten Gunther und ich diesen Abend gemeinsam. Und ich ertappte mich dabei, ihn (Gunther) schön zu finden. Vielleicht ist er ja zum Frühstück noch da…

ENGLISH

Many fences on high voltage can be seen on the photographs I am taking here. To leave the camp we live in, we have to pass the electric gate and even that not without doing “the Lion check” beforehand.

qDSC_0001

If the lions – in this case Matzeng and his girlfriend Tswalu…

1486871_590386321040737_1302082796_n

…whose territory I am entering into, are too close, I can postpone any plans. My schedule is in the lion´s paws, and they don´t care if I have to go shopping or to catch a flight.

The project once started with Lioness Marah…

11_marah360x300-Lightroom-960x620-380x245

and her cubs Zihra, Regeus und Letaba. The day Marah was buried alive in a warthog´s hole and died, her cubs were far too young to survive without her mother. But Linda Tucker and Jason Turner, who had just succeeded to free Marah and her offsprings from the dungeons of Johannesburg zoo, had to sit and watch if these three young lions would survive on their own with everything they had so far learnt from their mother. One day – the three nearly were starved – the miracle happened. Zihra overtook her mother´s role and hunted and looked after her brothers. The project went on, the reintroduction of the White Lions into their homeland was on its way…

But there are more animals overhere! Let me introduce the first one to you:

The incredible Gunther!

sDSC_0014 sDSC_0021

I completely had to change my attitude towards insects. Here everything you step on is big and alive, and often it has more than four legs and a sting and gets angry or poisonous when you hit it on your bath mat. Me who calls 911 for every spider in the house and then relocates it, carrying it in a 10-fold-sealed jar, to a place at least 15 miles away – cought myself dubbing these creatures I am exposed to overhere and to try to find out their plans. This guy right here (dubbed “Gunther, the incredible”) came to see me last night when I sat at my open air desk, surrounded by the cries of a hyena and a pitch-dark night. I just went to wash my hands for a second, and when I came back he already had spun a thread between the bottle of red wine to the left of my laptop and the pillar that holds the roof of the house. I was waiting for the moment he would start dancing on it. Cobwebs at home are easy to wipe away. Here they are made of ropes which you can hang yourself with, if the web-owner hasn´t eaten you alive before that. But my glass was filled, so I did not have to touch the bottle. And so Gunther of Timbavati watched me the whole night while I was writing my blog about the White Lions of Timbavati. And I even thought that he was good looking, an impression which I definitely owe that tasty South African wine…

Advertisements
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Travelbook.

3 Kommentare zu “South Africa – Timbavati Part 2: About Spiders and Fences

  1. Katrin Lee sagt:

    Liebe Patricia, so schn zu lesen kleine Abwechslung am Arbeitsplatz – Frhlingsgre Katrin

  2. MrBkavanagh . sagt:

    Agreed, translation not very good, bing by any chance?

    Bist du jetzt ein Jet-Setter?

    Regards Bernard

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s