BLACK SABBATH & JOHN SMITH (Wie alles begann…)

Bin absolut ratlos:
Auf meinem Dach lebt ein wilder Kater. Ich musste ihm einen Namen geben, Black Sabbath. Aber er hört nicht drauf. Er steigt über die Dachterrasse oder diverse Klappfenster ein, ich glaube sogar, er kann durch Glas gehen. Er springt hinter Möbelstücken hervor, von denen ich gar nicht wusste, dass dahinter mehr als ein Fingerbreit Platz ist. (Ich habe noch nicht erwähnt, dass ich selbst einen Kater habe. Nennen wir ihn der Blog-Anonymität halber John Smith.) Das wäre alles noch erträglich. Nun beginnen die Herren, gegenseitig „ihr“ Revier zu markieren, was immer noch mein Revier ist, denn hier zahle ich die Miete.
Was alles bisher nicht geholfen hat:

  • „Katzenschreck“ – ein Gerät mit einer angeblich nur Katzen nervenden Frequenz (bei einem Druck auf den Testknopf hat es dann allerdings mir fast das Gehör zerschossen, und Black Sabbath stand wie auf Zuruf neugierig auf der Matte, um zu sehen, was ich da treibe),
  • Schreien,
  • Fuchteln,
  • Gegenstände werfen (die dann dummerweise aus dem 5. Stock auf der Straße landen),
  • Zugänge mit Blumentöpfen verstellen (allesamt bei dieser Hitze zu Kakteen mutiert und von Black Sabbath sofort zum Katzenklo umfunktioniert)
  • Feuerwehr rufen (Feuerwehrmann stand ratlos auf meinem Balkon, da Black Sabbath offenbar auch durch Glas riechen kann und sich rechtzeitig verdrückt hatte. Da der 112-Kollege vergaß, den Einsatz abzublasen, stand Minuten später eine Hundertschaft der Berliner Polizei vergeblich schellend vor meiner Tür, während ich gerad an der Aldi-Kasse eine weitere Tonne Katzenfutter zahlte.)

Also folgt meine neue Strategie: Das Kat-Zen.
Es bedeutet: Zen für die Katze. Ausgeglichener Umgang miteinander.

  • Einladung zum Balkondinner mit aufgeklapptem Sheba-Menü-für-die-ältere-Katze
  • Al Steward „The Year of The Cat“ in der Endlosschleife
  • John Smith mit an den Katzentisch
  • sämtliche Rita Mae Brown-Romane mit „Mrs Murphy“ für Lesung bereitgelegt
  • DVD „Dr Doolittle“ läuft im Hintergrund
  • Warten auf Black Sabbath.

Solange der sich noch nicht blicken lässt, freue ich mich über jeden noch so dämlichen Vorschlag, Black Sabbath wieder loszuwerden und in Zukunft und Ruhe wieder zusammen mit John Smith „den Weg des friedvollen Kriegers“ gehen zu können. DANKE!

(Seitdem erreichten mich auf Facebook Links zu Katzenpensionen, Tierheimen und –ärzten, jede Menge Katzenfotos und –witze, sowie ein wahres Blumenmeer zum Weltkatzentag. DANKE! Reicht.)

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

John Smith – getarnt.

In Kürze folgen:

Part II

BLACK SABBATH, JOHN SMITH & Der Ökologische Hannes

Part III

BLACK SABBATH, JOHN SMITH & Die Genehmigung des Einfangens von Wirbeltieren

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Ein Kommentar zu “BLACK SABBATH & JOHN SMITH (Wie alles begann…)

  1. Annedore Pötzsch sagt:

    Trefflich! Ich lebe dies selbst nochmals durch, 😉

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